ETA HackIn Zeiten steigender Rohstoffpreise ist es mitunter eine Herausforderung, größere Objekte zu beheizen – nicht jedoch, wenn man auf einen krisensicheren und heimischen Brennstoff wie Hackgut setzt.

Hackgut wird aus sonst eher schlecht verwertbarem Holz wie Durchforstungsmaterial, Splitterholz nach Sturmschäden und Sägeresten aus heimischen Holzverarbeitungsbetrieben erzeugt. Es wird in leistungsfähigen Hackern zerkleinert, und zwar nach vorgegebenen Normen. Die Größen des Hackguts sind genormt. Für unsere Anlagen sind Größen von P16S - P31S geeignet. Und mit der ETA Touch-Regelung lässt sich die Heizung besonders einfach regeln. Sogar aus der Ferne!

Ein System auch fürs Grobe

Jedes ETA Hackgutaustragungssystem ist durchdacht, bewährt und für den härtesten Einsatz ausgelegt: den Transport von grobem, ungleichmäßigem Hackgut. Damit Holzstücke bis zu 12 cm Länge transportiert werden können, müssen alle Bauteile perfekt zusammenarbeiten. Dies beginnt schon im Bunker. Über großzügig ausgeführte offene Tröge gelangt das Hackgut auf die Schnecke. Dabei verhindert ein Entlastungsblech, dass das Material zu viel Druck auf die Austragschnecke ausübt und ermöglicht so Schütthöhen von bis zu fünf Metern. Dank der weitläufigen Übergänge in den geschlossenen Trogkanal werden Engstellen vermieden. Unterstützt wird der reibungslose Materialtransport von der progressiven Schnecke, die das Hackgut zusätzlich auflockert. Dank der Modulbauweise ist schon die Montage unkompliziert. Die Schneckenmodule mit einer Größe von 12,5 bis 200 cm werden in Automaten gefertigt und ausgerichtet, die speziell ausgeformten Trog
kanäle müssen nur noch zusammengeschraubt werden.

Noch flexibler dank Abgasrückführung.

ETA Hackgutanlagen bieten den Vorteil, dass die Betreiber Hackgut unterschiedlicher Qualitäten nutzen können. Das betrifft nicht nur die Größe. Bei sehr trockenen Brennstoffen wie getrocknetem Hackgut (< 15 % Wassergehalt [M]), Miscanthus oder auch Pellets nutzt man die Abgasrückführung, ein bewährtes Element aus dem Großanlagenbau.Die Abgasrückführung ist optional und wird bei Bedarf aktiviert. Die Verbrennungstemperatur in den Entgasungszonen wird damit exakt auf dem gewünschten Temperaturniveau - über 800 °C, aber unter 1.000 °C - gehalten. So werden einerseits alle Bestandteile des Brennstoffs vollständig aufgespalten und andererseits die thermische Belastung der Bauteile minimiert, also die Lebensdauer des Kessels erhöht. Zu hohe Verbrennungstemperaturen könnten außerdem zu unerwünschter Schlackebildung führen.

Der Kessel denkt mit ...

Im ETA HACK sind viele ausgeklügelte Systeme am Werk: Austauschbare Messer schneiden zu lange Holzstücke einfach ab, dadurch kann der Kessel auch grobes Industriehackgut verarbeiten. Eine Lambdasonde "erkennt" die Beschaffenheit des Brennmaterials, so können Brennstoffeinschub und Luftzufuhr automatisch an die Holzqualität angepasst werden. Und die von ETA entwickelte und patentierte Einkammer-Zellradschleuse verhindert zuverlässig, dass das Feuer in das Brennstofflager übergreift.

 ... und geht sparsam mit Energie um